Pustertaler

11
Jun
2021

AMUR PSS (AMI-SPRINZ x BALTASAR x IRBIS)

„Die Milch für Könige und Prinzen kommt von Pustertaler Sprinzen!“

Heute rollen wir den Teppich aus für eine ganz besondere genetische Rarität: das Pustertaler Rind. Der Spruch in der Überschrift stammt aus den Zeiten der Habsburger Monarchie und zeigt, welch großen Stellenwert die Rasse damals hatte. Das Pustertaler Rind gibt es im Südtiroler Pustertal und seinen Seitentälern seit mindestens 200 Jahren und es war Ende des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten und leistungsstärksten Rinderrassen im Alpenraum. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Rasse leider von leistungsstärkeren Rassen verdrängt und war Anfang der 1980er Jahre fast ausgestorben. Einigen engagierten Züchtern und Liebhabern der Rasse, darunter Dr. Alfons Gottschalk von der LfL in Grub, der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) und diversen Besamungsstationen ist es zu verdanken, dass die Rasse in letzter Minute vor dem Aussterben bewahrt wurde. Im Gadertal/Südtirol wurden die letzten reinrassigen Tiere aufgespürt und dokumentiert, im Anschluss wurden drei Bullen verschiedener Blutlinien für die künstliche Besamung selektiert und außerdem mit einigen Tieren eine neue Population außerhalb Südtirols in Deutschland aufgebaut. Heute gibt es wieder stabile, wenn auch kleine Herdbuchpopulationen in Deutschland, Österreich und Südtirol. Gottseidank, denn die Pustertaler gelten als eine der schönsten Rinderrassen weltweit. Es gibt sie in rot und schwarz, bei großflächigen Flecken werden sie „Schecken“, bei feineren Farbsprenkeln „Sprinzen“ genannt. Einige Betriebe halten die Pustertaler auch heute noch als Doppelnutzungsrind und melken sie, die Mehrzahl der Tiere steht aber in der Mutterkuhhaltung. Hier überzeugt die Rasse durch hohe Zunahmen aus dem Grundfutter, Robustheit, gute Milchleistung, sehr ruhigen Charakter, harte, schwarze Klauen, höchste Fleischqualität und Marmorierung sowie eine gute Fruchtbarkeit. Dadurch, dass die Pustertaler von jeher auf den Almweiden gehalten wurden, sind sie außerdem sehr tolerant gegenüber Witterungseinflüssen und enorm geländegängig.

Unser neuer Bulle AMUR PSS stammt vom bekannten Züchter Dr. Klaus Schedel, der sich bei der GEH seit fast 40 Jahren für die Pustertaler einsetzt und selbst eine herausragende Herde besitzt. AMUR PSS‘ Kuhfamilie kann sich sehen lassen: lange, tiefe und enorm körperstarke Kühe mit ausgeprägter Bemuskelung. In puncto Langlebigkeit ist die Kuhfamilie kaum zu übertreffen, die Großmutter ist 15 Jahre alt und hat bisher 11 Kälber geboren, die Urgroßmutter wurde 20 Jahre alt. AMUR PSS wurde 10 Monate von seiner Mutter gesäugt und fiel früh durch sein hohes Wachstumspotential auf. Sperma von ihm ist ab sofort für deutsche Züchter über die @rinderbesamung memmingen und für Züchter außerhalb Deutschlands über @spermex verfügbar. Lassen Sie sich vom Zauber der Pustertaler anstecken und holen Sie sich mit AMUR PSS etwas Besonderes in Ihre Herde!

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